Acyrlic Pouring – Eine Anleitung

Was ist Acyrlic Pouring? Acyrlic Pouring ist quasi das Schichten und Ineinander-Fließen-Lassen von Acyrl-Farben. Meistens auf Leinwänden/Keilrahmen. Das Gute an Acyrl Fließtechniken ist, dass jeder damit schöne Unikate gestalten kann. Und das, ohne irgendwelche außergewöhnlichen Talente im künstlerischen Bereich haben zu müssen. Jedes Bild sieht anders aus, auch wenn die gleiche Farbzusammensetzung verwendet wurde.

Was brauche ich für Acyrlic Pouring?

Basic Utensilien:

  • Acyrl-Farben, egal ob Tuben oder Flaschen, je nach Größe des Mediums sind schon eine Menge an Farben nötig.
  • Eine Leinwand oder dicker (Maler-)Karton.
  • Pouring Medium, das ist eine bestimmte Flüssigkeit, die mit der Farbe angerührt wird.
  • Malerdecke oder einen großen Karton zum Schutz des Untergrundes, evtl. Zeitungen
  • Einweg-Plastik-Becher (zugegeben, das ist nicht sehr nachhaltig, aber ich hatte noch keine bessere Idee)
  • Holzspatel (zum Umrühren, gibt’s meist in Großpackungen)
  • Handschuhe (Einweg oder Putzhandschuhe, ich empfehle Putzhandschuhe) und alte Kleidung (eine Schürze tut es zur Not auch).
  • Am besten eine nette Assistenz, die ihre Hände sauber hält und unterstützen kann (eine gute Möglichkeit, prokrastierende WG-Mitbewohner eine sinnvolle Aufgabe zu geben).
  • Einen Ort, an dem eure Werke 2 Tage ungestört trocknen können.

Zusätzlich (für Fortgeschrittene, muss nicht sein)

  • Silikonöl (speziell für Pouring)
  • Einen Fön.

Schritt für Schritt

Schritt 0: Vorbereitung

Den Ort, wo ihr eure Leinwand trocknen lassen wollt, mit mehreren Zeitungen (oder Altpapier, wie alte Uni-Mitschriften) oder eine Maler-Plane auslegen. Ideal ist es, wenn der Ort zum Trocken, der gleiche ist, wo ihr auch das Acrylic Pouring durchführen möchtet. Ansonsten den Ort für die Durchführung mit Altpapier, Malerplane oder noch besser: einem großen Karton schützen. Die hohen Seiten verhindern Farbspritzer in alle Richtungen.

Handschuhe und alte Kleidung oder Schürze anziehen. Beim Pouring kann sich immer mal wieder ein Farbkleks verirren.

Schritt 1:  Farben mischen

Die Acyrlfarben mit dem Pouring Medium in einzelnen Bechern mit dem Holzspatel anrühren. Macht das am besten nach Gefühl, je nach Marke sind die Farben evtl. etwas dickflüssiger und benötigen mehr vom Pouring Medium.

(Falls Silikon-Öl verwendet werden soll, dann dieses auch beigeben).

Schritt 2: Schichten

Sind alle Farben angerührt, kommen wir nun zum Schichten. Dabei ist es sinnvoll, zwischen einzelne bunte Farben, weiß zugeben. Damit es zu stärkeren Effekten kommt. Danach nicht mehr umrühren!!! Sonst kommt da braune Pampe raus.

Schritt 3: Fließen lassen

Den Becher mit den geschichteten Farben auf die Leinwand kippen. Es gibt verschiedene Techniken, das ist aber an dieser Stelle nicht relevant. Bei dieser klassischen Methode einfach die Farbe langsam auf die Leinwand kippen. Nun fließt die Farbe bereits über die Leinwand, solange ihr sie gerade haltet, wird die Farbe nicht direkt abhauen.

Schritt 4: Schwenken

Ganz simpel, nun die Leinwand zu allen Richtungen vorsichtig schwenken und schön über den Karton halten, damit überschüssige Farbe im Karton landen kann. Für Farbe die daneben geht, habt ihr jetzt eure nette Assistenz… da eure Handschuhe in Farbe getränkt sein könnten. Für den Fall, das die Farbe nicht an allen Rändern ankommt, könnt ihr mit einem Holzspatel etwas nachhelfen.

Schritt 5: Trocknen

Bringt die Leinwand mit Untergrund (Karton) zu ihrem Trocknungsort. Passt auf, dass sie nicht auf einem Teppich (Malerplane) liegt, der Untergrund muss sonst nach dem Trocknen abgeschnitten werden. Acryl-Farbe klebt stärker, als man denkt. Sinnvoll ist es, die benutzen Plastikbecher als Trockenständer zu nutzen. Einfach vier anordnen und die Leinwand darauflegen.

Wer mag und nicht so nachhaltig denkt, kann die Leinwand auch anföhnen, dann trocknet sie besser. Normale Luft reicht aber auch aus und kostet keinen Strom. Wenn ihr Silikon-Öl verwendet habt ist es allerdings sinnvoll sie zu föhnen, da sich kleine Bläschen besser entwickeln können. Ich selbst nutze kein Silikon-Öl mehr, da ich fürs Föhnen zu faul bin.

Schritt 6: Geduld

Die Trockenzeit beträgt zwei bis drei Tage und hängt von Größe der Leinwand und Menge der Farben ab. Wenn ihr den Zustand überprüfen wollt, fasst nicht auf die Leinwand, sondern nur an den Rand.

Tipp: Wenn ihr eine Leinwand im Galaxy-Stil erschaffen habt, sieht auch ein bisschen Glitzer gut aus. Diesen dann am besten im feuchten Zustand auf die Leinwand streuen.

Und nach ein paar Tagen habt ihr ein Unikat, das sich super an eurer Wand macht und auch zum Verschenken eignet.

In nachfolgenden Beiträgen zeige ich euch mehr zum Thema Acrylic Pouring. Bei Pinterest findet ihr auch weitere kreative Projekte von mir. Und wenn ihr auch noch einen tollen Tipp habt, dann schreibt ihn in die Kommentare.

Bis dann!

Kreativ-Anna

Über die Autorin:

Kreativ-Anna ist 24, Studentin, schreibt und zeichnet seit ihrer Kindheit und fotografiert gerne. Sie liebt gute Lektüre, To-Do-Listen, Kakao mit Sahne und Marshmallows und tobt sich regelmäßig künstlerisch aus.

2 Kommentare zu „Acyrlic Pouring – Eine Anleitung

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