Ich rette Homer Simpsons Schwert – Traum vom 15.8.16

Photo by Derek Story on Unsplash

Ich stehe vor einem riesigen weißen Schnellzug, so groß wie ein Kreuzfahrtschiff. Gemeinsam mit einer Gruppe von Jugendlichen habe ich den Auftrag bekommen, in diesem Zug den sehr wertvollen Besitz eines uns noch unbekannten Passagiers zu schützen. Dabei müssen wir jedoch sehr diskret vorgehen und dürfen möglichst keinem der anderen Gäste auffallen. Wir betreten den Zug noch im Depot, um mit der Umgebung vertraut machen zu können und uns einzurichten. Nach einer kurzen Fahrt zur Starthaltestelle der Linie begeben wir uns alle an die Außenseite des Zuges, wo wir uns nur an ein paar Stangen festhalten können. Nur einer von uns, ein junger Asiate namens Minho, bleibt im inneren des Zuges, um ein Auge auf die einströmenden Passagiere zu haben.

Der Zug setzt sich in Bewegung und wir hoffen alle, dass wir im Inneren nicht gebraucht werden, weil alles ruhig bleibt. Der Zug wird für einige Tage unterwegs sein, bis er das erste Mal hält, genau wie ein Kreuzfahrtschiff. Ich weiß nicht wie lange wir dort draußen an den Stangen hängen, doch unsere Hoffnung auf eine ruhige Fahrt wird bald zerschlagen, als Minho einige von uns zu sich ruft. Sein Ton sagt, dass er jetzt unser Anführer ist, aber abgesprochen haben wir das nicht. Er sagt, er habe gerade herausgefunden, wer der mysteriöse Gast ist, zu dessen Schutz wir hier sind.

Kaum habe ich den festlichen Saal betreten, in dem die gesamte Gesellschaft der Passagiere zu einer Art Bankett versammelt ist, sehe auch ich unsere Zielperson und vor allem deren unbezahlbar wertvollen Besitz. Genau in der Mitte des Saals thront ein riesiger, prunkvoller Kronleuchter und darin wiederum hängt, nur von dem Bund seiner geblümten Unterhose gehalten, Homer Simpson. In seiner ausgestreckten Hand, als hätte er es gerade vor dessen Fall in die aufgeregt Menge bewahrt hält er das Masterschwert. Dieses Masterschwert wurde einst von dem großen Helden Link im verlorenen Wald entdeckt und geborgen, nun leuchtet es erstaunlich bläulich. Wie es in den Besitz von Homer kam, ist mir ein Rätsel. So oder so ist es unser Auftrag dieses Schwert zu schützen. Wie beschließen uns aufzuteilen, um nach potentiellen Dieben Ausschau zu halten, die versuchen könnten, das Schwert zu stehlen. Nun, da so ziemlich jeder dessen Aufenthaltsort kennen müsste, kann es nicht mehr lange dauern.

Ich bekomme die Aufgabe, mich immer nah bei Homer aufzuhalten, sollte es einen direkten Angriff auf ihn geben. Dieser wird gerade von Mitarbeitern der Bahn von dem zum Boden abgesenkten Kronleuchter gezogen. Ich werfe einen ganz genauen Blick auf die Helfer, aber keiner von ihnen berührt das Schwert auch nur. Im weiteren Verlauf des Abends bleibe ich immer in der Nähe, ohne jedoch auffällig in Kontakt mit Homer oder dem Schwert zu kommen. Ein paar Personen kommen den beiden verdächtig nahe und Homer scheint nun auch keinen Hehl mehr aus seinem Besitz machen zu wollen. Es haben nun ja ohnehin alle gesehen.

So bin ich fast erleichtert, als er mit dem Schwert wild in der Luft schwenkend, ankündigt, er würde nun schlafen gehen. Er entfernt sich dann auch von der Menschenmenge, geht jedoch nicht in sein Schlafabteil, sondern legt sich mitten im Gang auf den Boden, das Schwert lehnt er neben sich an die Wand. Ich stelle fest, dass außer mir, auch eine weitere Person Homer zu seinem Schlafplatz gefolgt ist. Da diese nicht zu unserer Gruppe gehört, schließe ich, dass sie ein Dieb sein muss. Doch um weiterhin nicht aufzufallen gehe ich vorerst an dem schlafenden Homer vorbei, als würde ich ein ganz bestimmtes Ziel ansteuern. Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass auch die andere Person vorbeigeht und auf einer Toilette verschwindet.

Jetzt ergreife ich die Chance und schnappe mir das Schwert, um es weit weg von Homer in Sicherheit zu bringen. Ich mache mich auf die Suche nach Minho, muss jedoch schnell feststellen, dass von mindestens drei weiteren Verdächtigen verfolgt werde. Meine Suche trägt nur wenige Früchte, denn schon bald bin ich am Kopf des Zuges angekommen, wo ich nur einen blassen, kleinen Jungen und seine nerdige Freundin vorfinde. (Fragt mich nicht, wie mein Vergangenheits-Ich eine nerdige Freundin definiert!)

Verzweifelt bitte ich die beiden, das Schwert zu verstecken, während ich versuche die stetig wachsende Gruppe von Verfolgern aufzuhalten. Viel zu lange hält der blasse Junge das Schwert in den Händen und betrachtet es erstaunt. Zu unserer aktuellen Position gelangt man nur durch eine Türe zwischen den Waggons oder über die Stangen an der Außenseite des Zuges, an denen wir uns früher am Tag bereits eine Weile festhalten mussten. Durch den Gang sehe ich mehrere Verfolger auf uns zueilen, die nun auch noch mit Speeren werfen. Ich schließe die Türen zwischen den Waggons, verbarrikadiere sie irgendwie und schaue nervös aus dem Fenster. Dort befinden sich nicht, wie erwartet, nur ein paar Stangen, sondern gleich eine ganze Plattform, auf der sich eine große Menschenansammlung zusammendrängt, die anscheinend schwarz mit dem Zug mitfährt. Die Plattform ist allerdings so voll, dass unsere Verfolger sie kaum überqueren können.

Endlich ergreift der blasse Junge die Flucht, wohin weiß ich nicht. Verzweifelt suche ich nach einer Waffe, um die Verfolger abwehren zu können, sollten sie durchbrechen. Ich finde lediglich einen Bogen, der mit Pfeifenreinigern schießt und einen Stab mit einem eben solchen am Ende. Den Stab gebe ich dem nerdigen Mädchen, das neben mir kauert. *dramatische Stimme an* Dann warten wir, dass die Diebe die Türe durchbrechen und ich hoffe, dass Minho kommt, denn nur ihm vertraue ich, dass er uns noch aus dieser ausweglosen Situation retten kann.

Manchmal wünsche ich mir wirklich, ich könnte zeichnen, dann würde ich euch diese wunderbare Geschichte illustrieren! Aber vielleicht erratet ihr auch so, welche Medien mein 19-jähriges Ich so konsumiert und in diesem Traum verarbeitet hat?

Das Foto ist wieder nicht von mir, sondern von Derek Story on Unsplash. Danke, Derek!

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